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1. Einleitung
Als ursprünglicher Erfinder der Secure Shell (SSH) ist Tatu Ylönen aus Finnland zu
nennen, der SSH an der TU Helsinki entwickelte und auch später die Firma SSH
Communications Security Ltd. gründete. Die von ihm entwickelte SSH liefert
folgenden Funktionsumfang:
·
Login auf einem entfernten Rechner
·
Ausführung von Befehlen auf diesem Rechner
·
Das Kopieren von Dateien zwischen Rechnern.
Somit ist SSH als Ersatz der unsicherer arbeitenden Remote-Dienste rlogin
(Remote Login - Einloggen auf einen entfernten Rechner), rsh (Remote Shell - Eine
Art Telnet-Verbindung) und rcp (Remote Copy - Das Kopieren von Dateien
zwischen den Rechnern) zu sehen, wobei rcp in speziellen Anwendungsfällen durch
SSH nicht vollständig ersetzt werden kann. Dies sind aber Ausnahmefälle, die den
durchschnittlichen Benutzer nicht betreffen werden.
Secure Shell bietet dem Benutzer die Sicherheit der verschlüsselten Kommunikation
mit dem entfernten Rechner und ist somit resistent gegen sogenannte Sniffer-
Attacken, da nicht wie bei den r-Diensten (und auch Telnet, FTP,...) die Daten im
Klartext, sondern verschlüsselt übertragen werden. Somit ist das Ausspionieren
(sniffen) von Benutzernamen und Passwörtern nicht möglich, da diese als solche
einfach nicht mehr erkannt werden können.
2. Funktionsweise
Im folgenden wird die Funktionsweise von SSH näher erläutert. Es wird ein Überblick
gegeben, welche Möglichkeiten der Verschlüsselungen und der Loginmethoden SSH
bietet, um sichere Verbindungen herstellen zu können. Hierbei wird von der Sicht des
Clients ausgegangen, der sich zu einem Server verbinden möchte, da sich die
Funktionsweise des Servers aus den Erläuterungen von selbst ergibt bzw. dort näher
erklärt wird. Andererseits ist von einem SSH-Server auszugehen, der auf einem
UNIX-System läuft, da dies die am gebräuchlichsten genutzte Methode darstellt.
2. 1 Wie funktioniert SSH?
Das hohe Sicherheitsniveau ist gewährleistet durch eine gegenseitige Authentifizie-
rung der jeweiligen Partner mit Hilfe von Public-Key-Verfahren, wobei die jeweiligen
öffentlichen Schlüssel des gegenüber lokal gespeichert sein müssen, um die
Qualität der Sicherheit zu erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es zwar möglich
eine Verbindung herzustellen, doch kann man sich dann nicht sicher sein, dass der
Rechner zu dem man sich verbunden hat auch wirklich derjenige ist, zu dem man
sich verbinden wollte.
SSH unterstützt in der Standardausführung vier verschiedene Möglichkeiten der
Authentifizierung des Clients am Server:
·
Rhosts-Authentifizierung:
Dieses Verfahren entspricht prinzipiell dem des rlogin bzw. rsh. Es basiert
auf den Einträgen von Rechnern in Dateien, die auf dem Server gespeichert
sind und lässt nur Verbindungen von Rechnern zu, die dort gelistet sind.
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